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Aktuelle Informationen

»Zwischen Goldenen Äpfeln und Ruinen«

Highlights zur Landesgartenschau in den Bayreuther Schlössern und Gärten

Bild: Neues Schloss Eremitage mit Großem Bassin

 

Die Bayerische Schlösserverwaltung beteiligt sich mit einem umfangreichen Programm an der diesjährigen Landesgartenschau.

 

Bild: Zustand des Neuen Schlosses mit Sonnentempel um 1860

Zustand des Neuen Schlosses Eremitage um 1860,
kolorierte Lithographie, Heinrich Stelzner, um 1860

Führungen für Erwachsene und Kinder in Schloss und Park Fantaisie, im Neuen Schloss und im Hofgarten Bayreuth, im Felsengarten Sanspareil und im Hofgarten Eremitage sowie die Sonderausstellung »Zwischen Goldenen Äpfeln und Ruinen – 300 Jahre Gartengeschichte Eremitage« mit begleitenden Vorträgen laden Sie ein, in die Welt historischer Gärten einzutauchen.

Mit Ihrem Landesgartenschau-Ticket erhalten Sie zudem einmalig freien Eintritt in das Gartenkunst-Museum Schloss Fantaisie.
In allen anderen Sehenswürdigkeiten der Schlösserverwaltung in Bayreuth erhalten Sie gegen Vorlage des Tickets ermäßigten Eintritt.

Hier geht's zum Führungsprogramm und zu den Veranstaltungen in den Bayreuther Schlössern und Gärten während der Landesgartenschau 2016 (www.landesgartenschau2016.de).


»Zwischen Goldenen Äpfeln und Ruinen – 300 Jahre Gartengeschichte Eremitage«

Sonderausstellung im Neuen Schloss Eremitage · 25. Mai bis 16. Oktober 2016
täglich 11 bis 18 Uhr · Eintritt frei

Bild: Motiv der Ausstellung »Zwischen Goldenen Äpfeln und Ruinen –

Die Sonderausstellung spannt den Bogen von der reichen Geschichte des Hofgartens Eremitage zur faszinierenden Orangieriekultur der Bayreuther Markgrafen.

Wussten Sie schon, dass die Eremitage („Einsiedelei“) 1664 als Tier- und Jagdgarten gegründet wurde und nicht einsamen Mönchen, sondern den Bayreuther Markgrafen als Rückzugsort diente? Die Hofgesellschaft konnte hier dem strengen Hofzeremoniell entkommen und das einfache Leben nachspielen.

Bedeutende Elemente erhielt die Eremitage unter Markgräfin Wilhelmine, die die Gartenanlage ab 1735 zu einem Rokoko-Juwel umgestaltete. Wasserspiele gehörten ebenso dazu wie ein Irrgarten, ein romantisches Landgut und künstliche Ruinen. Teils exotische Pflanzen, schattige Laubengänge, raffinierte Architekturen und eine ausgefeilte Technik bilden ein Gartenkunstwerk ersten Ranges. Auch spätere Fürsten wie Markgraf Alexander, der dem Hofgarten ein „natürlicheres“ Aussehen gab, hinterließen ihre Spuren in der Eremitage.

 

Bild: Pomeranzenfrucht

Pomeranzenfrucht (Foto: Oliver Laufer)

Die Sonderausstellung vergisst auch nicht die in der Eremitage tätigen Gartenmeister wie den Hofgärtner Abraham Knöller (1707-1763). Dieser kultivierte mit großem Geschick Pomeranzen und andere wertvolle Gehölze, die für die Fürstengärten des 18. Jahrhunderts von größter Bedeutung waren.

Kaum vorstellbar erscheint uns heute, mit welchem Kraftakt die empfindlichen Zitruspflanzen aus Italien über die Alpen transportiert und wie aufwändig die symbolträchtigen „Goldenen Äpfel“ gepflegt wurden.

Aktuell wird daher wieder ein Bestand an Pomeranzen in der Eremitage aufgebaut. Auch die Pflanzkästen wurden nach alten Vorlagen neu gestaltet und sind erstmals im Rahmen der Ausstellung vor dem Neuen Schloss zu sehen.

Lustwandeln Sie durch die grüne Gartenwelt der Wilhelmine und erfahren Sie die Geheimnisse der Eremitage.

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